Workshops

STRESS

Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Berliner Theater HAU, aufBruch und der JSA Berlin.

 

Im Rahmen der Workshopreihe: ODYSSEE
Kulturelle Bildungsprojekte im Berliner Strafvollzug

 

Zeitraum: Juni - Juli 2017

 

STRESS ist ein Tanz- und Rechercheprojekt mit jugendlichen Inhaftierten, welches in Kooperation mit einer doku-fiktionalen Performance-Produktion am HAU durchgeführt wurde. Dort werden sich im Dezember 2017 professionelle Performer mit dem Thema Lebenswelten jugendlicher Straftäter beschäftigen und das im Workshop entstandene Material zur Grundlage ihrer Auseinandersetzung machen.

Im Mittelpunkt des Workshops stand einerseits das choreographische Training mit Kadir Amigo Memis (Tänzer und Choreograph), der mit den zehn Teilnehmern eine eigene Choreographie erarbeitete. Die Jugendlichen suchten gemeinsam dafür einen Beat aus, konnten eigene Bewegungsangebote in die Choreographie miteinbringen und ließen sich mit viel Freude auf die körperlich-tänzerische Auseinandersetzung ein.

Parallel zu den choreographischen Proben führte Adrian Figueroa (Regisseur und Videokünstler) jeweils mit einzelnen Jugendlichen Interviews, in denen er die jungen Inhaftierten zu Themen wie Freundschaft, Moral, Liebe, Freiheit, Ehre und Zukunftsutopien befragte. Dabei entstanden autobiographische Erzählungen, die auf Video aufgezeichnet wurden.

 

Am Ende des Workshops gab es in der JSA Berlin eine Präsentation der entstandenen Choreografie.

Geplant ist, dass einzelne Jugendliche im Dezember, soweit ihr Vollzugsplan das ermöglicht, eine Probe der Performance im HAU besuchen dürfen und bei der Premiere am 8.12.2017 dabei sein können.

 

Durch die enge Verflechtung des JSA-Workshops mit dem Performance-Projekt im HAU und die performative Transformation des dokumentarisch-kreativen Recherchematerials entsteht eine künstlerische Vermittlung zwischen der Welt innerhalb der Gefängnismauern und außerhalb. Durch die enge Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit den jugendlichen Inhaftierten werden ihre realen Lebenswelten und Zukunftsutopien herausgearbeitet, die dann durch die Inszenierung mit professionellen Performern in eine ästhetisch reflektierte und spartenübergreifende (Video, Schauspiel, Choreographie) Form überführt und künstlerisch abstrahiert und anonymisiert der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

 

Gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung – Fördersäule 2

Unterstützt durch JSA Berlin

Fotos: aufBruch

Jede Art der Verwendung nur nach vorheriger Genehmigung durch aufBruch

 

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Ort:
JSA Berlin (Kultursaal)
Friedrich-Olbricht-Damm 40 - Pforte 3
13627 Berlin

 

Anfahrt:
S-Bahn Beusselstraße
Bus 123 Friedrich-Olbricht-Damm/Heckerdamm

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